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Erstellt von Mattéo Rogier

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BlogRatgeberDie 32 Qualiopi-Indikatoren einfach erklärt
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Ratgeber15 min19 mars 2026

Die 32 Qualiopi-Indikatoren einfach erklärt

Vollständige Erklärung der 32 Indikatoren des Référentiel National Qualité: Bedeutung, erwartete Nachweise und praktische Tipps für jeden Indikator.

Die 32 Qualiopi-Indikatoren einfach erklärt

Inhaltsverzeichnis

Das Référentiel National Qualité verstehenKriterium 1 — Bedingungen der Information der ÖffentlichkeitIndikator 1 — Verbreitung zugänglicher InformationenIndikator 2 — ErgebnisindikatorenIndikator 3 — Erlangung von Zertifizierungen (falls zutreffend)Kriterium 2 — Genaue Bestimmung der LeistungszieleIndikator 4 — Bedarfsanalyse des LeistungsempfängersIndikator 5 — Ziele und Inhalt der LeistungIndikator 6 — Inhalte und Modalitäten der LeistungIndikator 7 — Angemessenheit der Inhalte (CFA und Zertifizierungen)Indikator 8 — Einstufung bei EintrittKriterium 3 — Anpassung an die ZielgruppenIndikator 9 — Information über die DurchführungsbedingungenIndikator 10 — Anpassung der Leistung und BegleitungIndikator 11 — Bewertung der ZielerreichungIndikator 12 — Engagement der Leistungsempfänger und AbbruchpräventionIndikator 13 — Koordinierung der Lernphasen (CFA)Indikator 14 — Staatsbürgerliche Bildung (CFA)Kriterium 4 — Angemessenheit der pädagogischen, technischen und personellen MittelIndikator 15 — Personelle und technische RessourcenIndikator 16 — Koordinierung der DozierendenIndikator 17 — Pädagogische Mittel und RessourcenIndikator 18 — Barrierefreiheit der Schulungen für Menschen mit BehinderungKriterium 5 — Qualifikation und Kompetenzentwicklung des PersonalsIndikator 19 — Kompetenzen der TrainerIndikator 20 — Interne oder externe Trainer (CFA)Indikator 21 — Kompetenzen der DozierendenIndikator 22 — Kompetenzentwicklung der TrainerKriterium 6 — Verankerung im beruflichen UmfeldIndikator 23 — Rechtliche und regulatorische BeobachtungIndikator 24 — Beobachtung pädagogischer und technologischer InnovationenIndikator 25 — Beobachtung der Kompetenz- und BerufsentwicklungIndikator 26 — Maßnahmen zur Beschäftigungs- und EingliederungsförderungIndikator 27 — Behinderungsbeobachtung und PartnerschaftenIndikator 28 — Regulatorische Konformität (CFA/Zertifizierung)Kriterium 7 — Erhebung und Berücksichtigung von Bewertungen und BeschwerdenIndikator 29 — Erhebung der Bewertungen der BeteiligtenIndikator 30 — BeschwerdebehandlungIndikator 31 — Maßnahmen zur kontinuierlichen VerbesserungIndikator 32 — Verbesserungsmaßnahmen aus der ErgebnisanalyseÜbersichtstabelleÜbergreifende Tipps für den ErfolgDenken Sie in NachweisenNutzen Sie Tools, die Konformität zentralisierenVerwechseln Sie Konformität nicht mit Qualität

Das Référentiel National Qualité verstehen

Das Référentiel National Qualité (RNQ, Nationales Qualitätsrahmenwerk) bildet die Grundlage der Qualiopi-Zertifizierung. Es ist in 7 Kriterien gegliedert, die in 32 Indikatoren unterteilt sind. Jeder Indikator beschreibt eine konkrete Anforderung, die Ihr Bildungsanbieter erfüllen muss. Dieser Leitfaden geht sie einzeln durch — in klarer Sprache, mit den erwarteten Nachweisen und praktischen Tipps.

Nicht alle Indikatoren gelten für alle Anbieter. Einige sind spezifisch für Ausbildungszentren (CFA — Centre de Formation d'Apprentis), für Anbieter von Kompetenzbilanzen oder für Organisationen, die VAE (Validierung erworbener Erfahrungen) anbieten. Für alle Anbieter geltende Indikatoren sind entsprechend gekennzeichnet.

Kriterium 1 — Bedingungen der Information der Öffentlichkeit

Dieses Kriterium stellt sicher, dass Ihre Zielgruppe über alle notwendigen Informationen verfügt, um eine fundierte Entscheidung vor der Anmeldung zu einer Schulung zu treffen.

Indikator 1 — Verbreitung zugänglicher Informationen

Bedeutung: Sie müssen Informationen über Ihre Leistungen, Ihre Ergebnisse und Ihre Zugangsfristen öffentlich zugänglich machen. Diese Informationen müssen leicht auffindbar sein (Website, Katalog, soziale Medien).

Erwartete Nachweise:

  • Website oder Katalog mit vollständigen Schulungsbeschreibungen
  • Angaben zu Zielen, Dauer, Preisen, Voraussetzungen, Modalitäten
  • Veröffentlichte Ergebnisindikatoren (Zufriedenheitsrate, Erfolgsquote)
  • Angegebene Zugangsfristen

Tipp: Ihre Schulungsbeschreibungen müssen detailliert und aktuell sein. Ein vages Programm wie „Management-Schulung — 2 Tage" reicht nicht aus. Präzisieren Sie die pädagogischen Ziele, die Methoden, die Evaluationsmodalitäten und die genauen Preise.

Indikator 2 — Ergebnisindikatoren

Bedeutung: Sie müssen Leistungsindikatoren veröffentlichen, die an Ihre Leistungen angepasst und regelmäßig aktualisiert werden.

Erwartete Nachweise:

  • Zufriedenheitsrate (unmittelbare Evaluationen)
  • Erfolgsquote (bei Zertifizierung)
  • Quote der beruflichen Eingliederung (bei qualifizierenden Schulungen)
  • Anzahl der geschulten Lernenden
  • Datum der letzten Aktualisierung der Indikatoren

Tipp: Wenn Sie noch keine Daten haben (neuer Anbieter), geben Sie es klar an: „Indikatoren nicht verfügbar — erste Durchführung". Ehrlichkeit wird besser aufgenommen als Schweigen.

Indikator 3 — Erlangung von Zertifizierungen (falls zutreffend)

Bedeutung: Wenn Ihre Schulungen auf eine Zertifizierung vorbereiten, müssen Sie über die Erfolgsquoten und die Möglichkeiten einer Teilvalidierung informieren.

Erwartete Nachweise:

  • Zertifizierungserfolgsquote
  • Passerellen und Gleichwertigkeiten
  • Mögliche Anschlussverläufe

Kriterium 2 — Genaue Bestimmung der Leistungsziele

Dieses Kriterium gewährleistet, dass jede Schulung klare Ziele hat und der Lernpfad an das Profil des Lernenden angepasst ist.

Indikator 4 — Bedarfsanalyse des Leistungsempfängers

Bedeutung: Vor jeder Schulung müssen Sie die Bedürfnisse und das Profil des Lernenden erfassen, um die Leistung anzupassen.

Erwartete Nachweise:

  • Bedarfserfassungsbögen
  • Dokumentierte Einstufungsgespräche
  • Schriftlicher Austausch (E-Mails, Formulare)
  • Stellenbeschreibungen oder Anforderungen des Arbeitgebers

Tipp: Ein einfaches Online-Formular mit 5-6 gezielten Fragen genügt. Bewahren Sie die Antworten systematisch auf — sie werden beim Audit angefordert.

Indikator 5 — Ziele und Inhalt der Leistung

Bedeutung: Die pädagogischen Ziele müssen definiert, messbar und dem Lernenden vor Beginn mitgeteilt werden.

Erwartete Nachweise:

  • Detaillierte Programme mit Zielen, formuliert in Handlungsverben (Bloom-Taxonomie)
  • Unterzeichnete Weiterbildungsvereinbarungen oder -verträge mit Angabe der Ziele
  • Eröffnungspräsentationen der Sitzung

Tipp: Verwenden Sie präzise Handlungsverben. „Digitales Marketing verstehen" ist kein messbares Ziel. „Eine Google-Ads-Kampagne selbstständig erstellen und optimieren" hingegen schon.

Indikator 6 — Inhalte und Modalitäten der Leistung

Bedeutung: Sie müssen den Schulungsinhalt, die pädagogischen Modalitäten und die eingesetzten Mittel formalisieren.

Erwartete Nachweise:

  • Detaillierter pädagogischer Ablaufplan (Zeitsequenzierung)
  • Beschreibung der verwendeten pädagogischen Methoden
  • Liste der Unterlagen und Ressourcen
  • Schulungsmodalitäten (Präsenz, Fern, gemischt)

Indikator 7 — Angemessenheit der Inhalte (CFA und Zertifizierungen)

Spezifisch für CFA und zertifizierende Schulungen: Die Inhalte müssen den Anforderungen der angestrebten Zertifizierung entsprechen.

Indikator 8 — Einstufung bei Eintritt

Bedeutung: Sie müssen das Niveau des Lernenden vor der Schulung bewerten, um den Lernpfad gegebenenfalls anzupassen.

Erwartete Nachweise:

  • Einstufungstests (Quiz, Multiple-Choice, Gespräch)
  • Dokumentierte Ergebnisse
  • Nachweise der Lernpfadanpassung auf Basis der Ergebnisse

Tipp: Ein Online-Quiz mit 10-15 Fragen vor der Schulung genügt in den meisten Fällen. Auf OpenFormations können Sie ein Einstufungsquiz direkt in den Lernpfad integrieren — die Ergebnisse werden automatisch erfasst und sind für das Audit einsehbar.

Kriterium 3 — Anpassung an die Zielgruppen

Dieses Kriterium stellt sicher, dass Sie die Besonderheiten jedes Lernenden berücksichtigen, insbesondere von Menschen mit Behinderung.

Indikator 9 — Information über die Durchführungsbedingungen

Bedeutung: Der Lernende muss vor Beginn der Schulung über die Durchführungsbedingungen informiert werden.

Erwartete Nachweise:

  • Einladung oder Begrüßungs-E-Mail mit praktischen Informationen
  • Begrüßungsbroschüre
  • Kommunizierte und unterzeichnete Hausordnung
  • Zugangsmodalitäten (Ort, Zeiten, Verbindung bei E-Learning)

Indikator 10 — Anpassung der Leistung und Begleitung

Bedeutung: Sie müssen nachweisen, dass Sie Ihre Leistungen anpassen und Ihre Lernenden begleiten (technische Unterstützung, pädagogische Betreuung, Tutoring).

Erwartete Nachweise:

  • Nachweise individualisierter Begleitung (E-Mails, Betreuungsberichte)
  • Dokumentierte Anpassungen (Tempo, Unterlagen, Modalitäten)
  • Technische Unterstützung für E-Learning
  • Pädagogische Sprechstunden oder Tutoring

Indikator 11 — Bewertung der Zielerreichung

Bedeutung: Sie müssen den Kompetenzerwerb während und/oder am Ende der Schulung bewerten.

Erwartete Nachweise:

  • Quiz, Multiple-Choice, praktische Übungen, Fallstudien
  • Ausgefüllte Bewertungsraster
  • Dokumentierte und dem Lernenden mitgeteilte Ergebnisse
  • Teilnahmebescheinigung mit Angabe der erreichten Ziele

Tipp: Integrieren Sie formative Bewertungen über den gesamten Lernpfad, nicht nur am Ende der Schulung. Zwischenquiz stärken das Lernen und liefern kontinuierliche Nachweise.

Indikator 12 — Engagement der Leistungsempfänger und Abbruchprävention

Bedeutung: Sie müssen Maßnahmen ergreifen, um das Engagement der Lernenden zu fördern und Abbrüche zu vermeiden.

Erwartete Nachweise:

  • Verfahren zur Kontaktaufnahme mit abwesenden oder verspäteten Lernenden
  • Abschlussstatistiken
  • Bei Schulabbruch ergriffene Maßnahmen
  • Dokumentierte Nachfolgegespräche

Indikator 13 — Koordinierung der Lernphasen (CFA)

Spezifisch für CFA: Koordinierung zwischen der Ausbildung im Zentrum und der Ausbildung im Unternehmen.

Indikator 14 — Staatsbürgerliche Bildung (CFA)

Spezifisch für CFA: Aktivitäten zur Förderung der staatsbürgerlichen Bildung.

Kriterium 4 — Angemessenheit der pädagogischen, technischen und personellen Mittel

Indikator 15 — Personelle und technische Ressourcen

Bedeutung: Sie müssen über angemessene Mittel für Ihre Leistungen verfügen (qualifizierte Trainer, Räumlichkeiten, Ausstattung, E-Learning-Plattform).

Erwartete Nachweise:

  • Liste der Trainer mit Qualifikationen
  • Inventar der Materialien und Ausstattung
  • Screenshots oder Demonstration der E-Learning-Plattform
  • Raummietverträge, sofern zutreffend

Indikator 16 — Koordinierung der Dozierenden

Bedeutung: Wenn mehrere Dozierende an einer Schulung beteiligt sind, müssen Sie deren Koordinierung sicherstellen.

Erwartete Nachweise:

  • Dokumentierte Koordinierungstreffen
  • Geteilte Zeitplanung
  • Pädagogische Briefings
  • Prozess zur Informationsweitergabe zwischen Dozierenden

Indikator 17 — Pädagogische Mittel und Ressourcen

Bedeutung: Die pädagogischen Ressourcen müssen zugänglich, aktuell und angepasst sein.

Erwartete Nachweise:

  • Liste der bereitgestellten Ressourcen
  • Nachweise der Zugänglichkeit der Unterlagen (online, herunterladbar)
  • Verfahren zur Aktualisierung der Inhalte
  • Bewertungen der Ressourcen durch die Lernenden

Indikator 18 — Barrierefreiheit der Schulungen für Menschen mit Behinderung

Bedeutung: Sie müssen einen Behindertenbeauftragten benennen und nachweisen, dass Sie Ihre Schulungen an Menschen mit Behinderung anpassen.

Erwartete Nachweise:

  • Name und Kontaktdaten des Behindertenbeauftragten
  • Verfahren zum Empfang von Menschen mit Behinderung
  • Beispiele durchgeführter Anpassungen
  • Partnerschaften mit spezialisierten Akteuren (Agefiph, Cap Emploi)

Tipp: Auch wenn Sie noch keine Person mit Behinderung empfangen haben, muss das Verfahren existieren. Dokumentieren Sie Ihre Anpassungsfähigkeit und die mobilisierbaren Kontakte.

Kriterium 5 — Qualifikation und Kompetenzentwicklung des Personals

Indikator 19 — Kompetenzen der Trainer

Bedeutung: Sie müssen die Kompetenzen Ihrer Trainer (intern und extern) überprüfen und dokumentieren.

Erwartete Nachweise:

  • Aktualisierte Lebensläufe der Trainer
  • Diplome und Zertifizierungen
  • Berufliche Referenzen
  • Bewertungen der Trainer durch die Lernenden

Indikator 20 — Interne oder externe Trainer (CFA)

Spezifisch für CFA: Betreuung der Ausbildungsmeister.

Indikator 21 — Kompetenzen der Dozierenden

Bedeutung: Ihre Trainer müssen sowohl in ihrem Fachgebiet ALS AUCH in der Pädagogik kompetent sein.

Erwartete Nachweise:

  • Dokumentierte Fachexpertise
  • Trainerausbildung oder pädagogische Erfahrung
  • Rückmeldungen der Lernenden zur Pädagogik

Indikator 22 — Kompetenzentwicklung der Trainer

Bedeutung: Sie müssen die kontinuierliche Weiterbildung Ihrer Trainer sicherstellen.

Erwartete Nachweise:

  • Kompetenzentwicklungsplan
  • Weiterbildungsbescheinigungen der Trainer
  • Besuchte Konferenzen, Messen, Webinare
  • Dokumentierte pädagogische und technische Beobachtung

Tipp: Von Ihren Trainern absolvierte Weiterbildungen sind Nachweise mit doppeltem Wert — sie erfüllen Indikator 22 und speisen Ihre Beobachtungsaktivitäten (Indikatoren des Kriteriums 6).

Kriterium 6 — Verankerung im beruflichen Umfeld

Indikator 23 — Rechtliche und regulatorische Beobachtung

Bedeutung: Sie müssen die rechtlichen und regulatorischen Entwicklungen in Ihrem Sektor und im Weiterbildungssektor beobachten.

Erwartete Nachweise:

  • Abonnements spezialisierter Newsletter
  • Datierte Beobachtungsnotizen
  • Berichte über Inhaltsaktualisierungen aufgrund regulatorischer Änderungen
  • Konkrete Beispiele für Anpassungen Ihrer Schulungen

Indikator 24 — Beobachtung pädagogischer und technologischer Innovationen

Bedeutung: Sie müssen pädagogische und technologische Innovationen verfolgen, um Ihre Methoden weiterzuentwickeln.

Erwartete Nachweise:

  • Teilnahme an Messen, Konferenzen, Webinaren
  • Gelesene und dokumentierte Artikel oder Veröffentlichungen
  • Neue Methoden oder Tools, die in Ihre Schulungen integriert wurden
  • Regelmäßiges Benchmarking der Marktpraktiken

Indikator 25 — Beobachtung der Kompetenz- und Berufsentwicklung

Bedeutung: Sie müssen die Entwicklungen der Berufe und Kompetenzen in Ihrem Tätigkeitsbereich verfolgen.

Erwartete Nachweise:

  • Konsultierte Branchenstudien
  • Austausch mit Fachleuten der Branche
  • Programm-Aktualisierungen entsprechend der beruflichen Entwicklungen
  • Teilnahme an Berufsnetzwerken

Indikator 26 — Maßnahmen zur Beschäftigungs- und Eingliederungsförderung

Bedeutung: Sie müssen zur beruflichen Eingliederung und Beschäftigung beitragen und öffentliche Fördermittel mobilisieren.

Erwartete Nachweise:

  • Partnerschaften mit Beschäftigungsakteuren (France Travail, lokale Missionen)
  • Registrierung auf Förderplattformen (MonCompteFormation, OPCO)
  • In die Schulungen integrierte Beschäftigungsbegleitung
  • Vermittlung an Arbeitgeber

Indikator 27 — Behinderungsbeobachtung und Partnerschaften

Bedeutung: Sie müssen die Thematik Behinderung beobachten und ein Netzwerk von Partnern pflegen.

Erwartete Nachweise:

  • Kontakte zu Agefiph, Cap Emploi, MDPH
  • Weiterbildung des Behindertenbeauftragten
  • Beobachtung der behinderungsbezogenen regulatorischen Entwicklungen

Indikator 28 — Regulatorische Konformität (CFA/Zertifizierung)

Spezifisch: Konformität mit den Anforderungen der beruflichen Zertifizierung.

Kriterium 7 — Erhebung und Berücksichtigung von Bewertungen und Beschwerden

Indikator 29 — Erhebung der Bewertungen der Beteiligten

Bedeutung: Sie müssen Rückmeldungen aller Beteiligten einholen — Lernende, Förderer, Trainer, Unternehmen.

Erwartete Nachweise:

  • Zufriedenheitsfragebögen (unmittelbar und zeitversetzt)
  • Umfragen bei Förderern und Unternehmen
  • Rückmeldungen der Trainer
  • Zusammenfassung der Ergebnisse

Indikator 30 — Beschwerdebehandlung

Bedeutung: Sie müssen über ein formalisiertes Verfahren zur Behandlung von Beschwerden und aufgetretenen Schwierigkeiten verfügen.

Erwartete Nachweise:

  • Schriftliches Beschwerdeverfahren
  • Beschwerderegister mit Nachverfolgung
  • Behandlungsnachweise (Antworten, Korrekturmaßnahmen)
  • Eingehaltene Antwortfristen

Tipp: Auch wenn Sie noch nie eine Beschwerde erhalten haben, muss das Verfahren existieren und dokumentiert sein. Bereiten Sie ein zugängliches Beschwerdeformular und ein einsatzbereites Register vor.

Indikator 31 — Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung

Bedeutung: Sie müssen nachweisen, dass Sie Rückmeldungen und Beschwerden nutzen, um Ihre Leistungen zu verbessern.

Erwartete Nachweise:

  • Plan zur kontinuierlichen Verbesserung
  • Umgesetzte Korrekturmaßnahmen
  • Zusammenhänge zwischen Lernenden-Rückmeldungen und vorgenommenen Änderungen
  • Managementreview oder jährlicher Qualitätsbericht

Indikator 32 — Verbesserungsmaßnahmen aus der Ergebnisanalyse

Bedeutung: Sie müssen Ihre Ergebnisindikatoren analysieren und daraus konkrete Verbesserungsmaßnahmen ableiten.

Erwartete Nachweise:

  • Analyse der Zufriedenheits-, Erfolgs- und Abschlussquoten
  • Beobachtete Entwicklungen von einer Durchführung zur nächsten
  • Aufgrund der Analysen ergriffene Maßnahmen
  • Nachweise der Wirksamkeit der Korrekturmaßnahmen

Übersichtstabelle

KriteriumIndikatorenSchlüsselbegriffe
1. Information der Öffentlichkeit1, 2, 3Transparenz, Ergebnisse, Zugänglichkeit
2. Leistungsziele4, 5, 6, 7, 8Bedarfe, Ziele, Einstufung
3. Anpassung an die Zielgruppen9, 10, 11, 12, 13, 14Begleitung, Evaluation, Engagement
4. Pädagogische Mittel15, 16, 17, 18Ressourcen, Koordinierung, Behinderung
5. Qualifikation der Dozierenden19, 20, 21, 22Kompetenzen, Weiterbildung
6. Berufliches Umfeld23, 24, 25, 26, 27, 28Beobachtung, Netzwerke, Eingliederung
7. Bewertungen und Beschwerden29, 30, 31, 32Zufriedenheit, Beschwerden, Verbesserung

Übergreifende Tipps für den Erfolg

Denken Sie in Nachweisen

Der Auditor wird Ihnen nicht aufs Wort glauben. Jeder Indikator muss durch mindestens einen konkreten Nachweis belegt werden. Gewöhnen Sie sich an, alles zu dokumentieren, zu datieren und zu archivieren. Eine E-Mail zur Bedarfserfassung, ein Screenshot Ihrer Zufriedenheitsergebnisse, ein Sitzungsprotokoll — alles kann als Nachweis dienen.

Nutzen Sie Tools, die Konformität zentralisieren

Dokumentenstreuung ist die größte Stolperfalle bei einem Audit. Wenn Ihre Anwesenheitsnachweise auf Google Drive liegen, Ihre Evaluationen auf Google Forms, Ihre Vereinbarungen im E-Mail-Ordner und Ihr Tracking in Excel, wird es dem Auditor schwerfallen, die Konsistenz zu überprüfen. Ein Tool wie OpenFormations zentralisiert all diese Elemente — Anwesenheitsnachweise, Evaluationen, Zertifikate, Vereinbarungen — in einem einzigen Dashboard, was die Vorbereitung und Durchführung des Audits erheblich vereinfacht.

Verwechseln Sie Konformität nicht mit Qualität

Die Qualiopi-Konformität ist ein Mindestniveau. Sie garantiert, dass Ihre Prozesse vorhanden, dokumentiert und angewandt sind. Aber echte Qualität geht weiter: Sie zeigt sich in der Transformation, die Ihre Lernenden erleben, in ihrer nachhaltigen Zufriedenheit, in der konkreten Wirkung Ihrer Schulungen auf ihren beruflichen Werdegang. Streben Sie nach Qualität, und die Konformität folgt von selbst.

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